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Das Kulturerbe der Eisenwerke- eine Route durch das Arendalsgebiet

Hochofen und Fluss bei Nes Verk

Das Arendalsgebiet ist reich an Eisenerz. Das Eisenerz aus den Eisenerzgruben wurde in vielen der alten Eisenwerke benutzt. Næs Jernverk (1665 - 1959) in Tvedestrand ist eines davon.

Auf der Website des Kulturminneåret 2009 hat man jetzt eine Route zusammengestellt, welche das Kulturerbe der Eisenwerke in Aust-Agder umfasst. Diese Route führt Sie zum Kulturerbe einiger dieser Eisenwerke und Eisenerzgruben in Arendal, Tvedestrand, Froland und Gjerstad aus jener Zeit.

In Aust-Agder gab es drei Eisenwerke mit Hochofen und Hammerwerk: Næs Jernverk (früher Baaseland Verk), Egelands Verk und Frolands Verk. Das Eisenerz kam aus Bergwerken in der Nähe und von Gruben um Arendal. Die Holzkohle für die Hochöfen und Schmiedeessen holte man aus den umliegenden Waldgebieten. Die Bauern fällten, stapelten und brannten Baumstämme in grossen Meilern bevor sie die fertige Holzkohle laut Kontrakt ablieferten.  Die Bauern lieferten ebenfalls Holz für das Feuersetzen in den Gruben. Viele hundert Jahre lang war der Eisenwerkbetrieb ein wichtiger Nahrungszweig in Aust-Agder und hinterlässt Zeugnisse in Form von Gruben, Gebäuden, Grabdenkmälern und vielen herrschaftlichen Gusseisenöfen in den Stuben vieler Norweger.

Heute ist nur noch Næs Jernverk einigermassen komplett erhalten, aber auf der Kulturerberoute zeigen wir auch andere Werke, einige Gruben und andere Plätze, die aus der Eisenwerkszeit stammen. In Aust-Agder dauerte diese von der Mitte des 17. Jahrhunderts bis weit ins 20. Jahrhundert hinein.

Die Eisenwerkbesitzer waren wichtige und einflussreiche Zeitgenossen. Jacob Aall auf Næs Verk (1773 - 1844) ist ein gutes Beispiel dafür.

Die Eisenwerke lieferten sowohl  Schmiedeeisen (sogenanntes Stangeisen) und Gusseisenprodukte, darunter Öfen, Grabmonumente und Teile für Leuchttürme und Seezeichen. (Die Seezeichen werden in einer eigenen Route beschrieben.)

Die Gusseisenproduktion wurde mit der Zeit den Eisengiessereien überlassen. Eisengiessereien gab es beispielsweise in Havstad, in Pusnes, in Kolbjørnsvik und in Grimstad.

Verfasst von Heidi Arild, Næs Jernverksmuseum, Tvedestrand.
Übersetzt ins Deutsche von Christina F. Sæthre

 

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